Berufsunfähigkeit und Invalidität

Das größte Vermögen der meisten Menschen ist nicht die Immobilie und nicht das Depot. Es ist die Fähigkeit, jeden Monat ein Einkommen zu erwirtschaften. Wer mit dreißig noch 37 Jahre Arbeitsleben vor sich hat, verdient in dieser Zeit bei einem mittleren Gehalt weit über eine Million Euro. Genau dieses Vermögen ist bei den meisten unversichert.

Was der Staat leistet, und was nicht

Wer nach 1961 geboren ist, hat keinen Anspruch mehr auf eine Berufsunfähigkeitsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Es gibt nur noch die Erwerbsminderungsrente, und die setzt voraus, dass Sie irgendeine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr ausüben können. Nicht Ihren Beruf, irgendeine. Wer als Dachdecker nicht mehr aufs Dach kann, aber theoretisch am Schreibtisch sitzen könnte, bekommt nichts.

Kommt es doch zur vollen Erwerbsminderungsrente, liegt sie im Durchschnitt bei rund einem Drittel des letzten Bruttoeinkommens. Als alleinige Absicherung reicht das nirgendwo.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Sie zahlt eine vereinbarte Monatsrente, wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf zu mindestens fünfzig Prozent nicht mehr ausüben können. Auf diesen Satz kommt es an, und auf das, was der Vertrag daneben regelt.

Auf diese Punkte sehen wir bei jedem Vertrag:

Verzicht auf abstrakte Verweisung. Ohne diesen Verzicht darf der Versicherer Sie auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch ausüben könnten. Ein Vertrag ohne diesen Verzicht ist kaum etwas wert.

Prognosezeitraum von sechs Monaten. Länger ist schlechter.

Rückwirkende Leistung ab Beginn der Berufsunfähigkeit, nicht erst ab Anerkennung.

Nachversicherungsgarantie ohne erneute Gesundheitsprüfung, damit die Rente bei Heirat, Geburt oder Gehaltssprung mitwachsen kann.

Höhe und Laufzeit sind die zwei Zahlen, an denen die meisten Verträge kranken. Eine Rente, die nicht mindestens den laufenden Lebenshaltungskosten entspricht, verschiebt das Problem nur. Und eine Laufzeit, die mit sechzig endet, lässt genau die Jahre offen, in denen Berufsunfähigkeit am wahrscheinlichsten ist.

Wenn die Gesundheitsprüfung nicht mitspielt

Nicht jede:r bekommt eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Bei Vorerkrankungen, in körperlich riskanten Berufen oder bei einem Beitrag, der schlicht nicht darstellbar ist, gibt es Alternativen mit engerem Leistungsauslöser:

Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt, wenn definierte Fähigkeiten wegfallen, etwa Gehen, Greifen, Sehen oder Autofahren. Der Auslöser ist objektiver und die Annahme leichter, dafür sind psychische Erkrankungen nicht abgedeckt, und die sind heute die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit.

Die Schwere-Krankheiten-Versicherung zahlt eine einmalige Summe bei einer im Vertrag genannten Diagnose, etwa Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Die private Unfallversicherung deckt nur Unfälle ab. Berufsunfähigkeit entsteht aber in weniger als zehn Prozent der Fälle durch einen Unfall. Als alleinige Absicherung des Einkommens ist sie deshalb ungeeignet, als Ergänzung sinnvoll.

Warum früh anfangen der ganze Trick ist

Der Beitrag richtet sich nach Eintrittsalter, Beruf und Gesundheitszustand. Alle drei sprechen dafür, es hinter sich zu bringen, solange nichts in der Akte steht. Wer schon Rückenbeschwerden oder eine Psychotherapie in der Vorgeschichte hat, bekommt Ausschlüsse, Zuschläge oder eine Ablehnung. Und eine Ablehnung ist meldepflichtig und erschwert jeden weiteren Antrag.

Was wir für Sie tun

Wir klären vorab und anonym, wie die Versicherer Ihre Vorgeschichte einschätzen, bevor irgendwo ein Antrag mit Ihrem Namen liegt. Rufen Sie an unter 040 897 124-0 oder nutzen Sie den Versicherungscheck.