Private Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente war nie als alleinige Versorgung gedacht, und sie wird es immer weniger. Wer heute in der Mitte des Berufslebens steht, sollte die eigene Renteninformation nicht als Prognose lesen, sondern als Anfangspunkt einer Rechnung.

Die Lücke ausrechnen, bevor man sie füllt

Auf der jährlichen Renteninformation stehen zwei Zahlen, die gern verwechselt werden. Die erste ist der heutige Stand, die zweite die Hochrechnung bis zum Rentenbeginn, und beide sind Bruttobeträge vor Steuern und Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung. Was am Ende auf dem Konto landet, liegt deutlich darunter.

Dem gegenüber steht Ihr tatsächlicher Bedarf. Der ist im Ruhestand nicht automatisch niedriger: Die Fahrt zur Arbeit fällt weg, Gesundheitskosten und Zeit für Reisen kommen dazu. Erst aus der Differenz zwischen beiden Zahlen ergibt sich, wie viel monatlich fehlt. Diese Rechnung machen wir mit Ihnen, und sie dauert eine halbe Stunde.

Warum früh anfangen mehr bringt als viel einzahlen

Der Zinseszins arbeitet mit der Zeit, nicht mit der Höhe der Beiträge. Wer mit dreißig fünfzig Euro im Monat zurücklegt, kommt bei gleicher Verzinsung weiter als jemand, der mit fünfzig mit hundert Euro anfängt, obwohl der zweite insgesamt mehr eingezahlt hat. Das ist der ganze Mechanismus, und er ist der Grund, warum kleine Beträge in jungen Jahren nicht lächerlich sind, sondern der wirksamste Teil der Vorsorge.

Die versicherungsförmigen Wege

Als Versicherungsmakler beraten und vermitteln wir Vorsorge in Form von Versicherungsverträgen. Die drei, die praktisch infrage kommen:

Die private Rentenversicherung zahlt lebenslang, unabhängig davon, wie alt Sie werden. Genau das ist ihr Punkt: Sie versichert das Risiko, dass das Geld vor Ihnen zu Ende geht. Kapitalanlagen können das nicht.

Die fondsgebundene Rentenversicherung koppelt die Ansparphase an Fonds und wandelt das Kapital später in eine Rente um. Mehr Renditechance, dafür Wertschwankungen in der Ansparzeit. Sinnvoll bei langen Laufzeiten, weniger sinnvoll kurz vor Rentenbeginn.

Die Basisrente, oft Rürup genannt, ist vor allem für Selbstständige und Gutverdienende interessant, weil die Beiträge in großem Umfang steuerlich absetzbar sind. Der Preis dafür ist die Bindung: kein vorzeitiger Zugriff, keine Kapitalauszahlung, keine Vererbung außer in engen Grenzen.

Für die betriebliche Altersvorsorge über den Arbeitgeber, einschließlich Entgeltumwandlung und Arbeitgeberzuschuss, gibt es eine eigene Seite: Betriebliche Altersvorsorge.

Besonders wichtig bei Selbstständigkeit und ungleichen Einkommen

Wer selbstständig ist, steckt jeden verfügbaren Euro in das eigene Unternehmen. Das ist verständlich und einer der teuersten Fehler, die wir regelmäßig sehen, weil die Jahre danach nicht nachgeholt werden können.

Ähnlich unterschätzt: Paare, bei denen eine Person deutlich weniger verdient oder wegen der Kinder Jahre aussetzt. Die Rentenansprüche entwickeln sich dann sehr ungleich, und im Fall einer Trennung wird das erst sichtbar, wenn es zu spät ist. Hier gemeinsam vorzusorgen ist keine Vorsicht gegen die andere Person, sondern gemeinsame Verantwortung.

Was wir für Sie tun

Wir rechnen Ihre Lücke aus, ordnen ein, welcher Weg zu Ihrer Steuersituation und Ihrem Zeithorizont passt, und sagen Ihnen auch, wenn ein bestehender Vertrag besser ist als alles, was wir Ihnen anbieten könnten. Rufen Sie an unter 040 897 124-0 oder nutzen Sie den Versicherungscheck.